Shwedagon Pagode in Yangon

Myanmar mit Baby: Yangon Tipp Nr. 1: Shwedagon Pagode in Yangon | Die wohl schönste Pagode der Welt

Heute geht es für uns zur Shwedagon Pagode, dieser golden glitzernde Bau der Superlative und das wichtigste Heiligtum der Buddhisten in Myanmar.

Bereits im Landeanflug auf den Flughafen hatten wir die Shwedagon Pagode schon leuchten sehen und waren fasziniert. Nicht nur die eigentliche Shwedagon Pagode glitzert und überragt quasi sämtliche Gebäude der Stadt, sondern die gesamte Anlage ist ein Gesamtkunstwerk. Sie befindet sich nicht im Zentrum der Stadt, sondern auf den Singuturra-Hügel etwas außerhalb des Stadtzentrums und überragt von hier aus die gesamte Stadt.

golden Shwedagon Pagoda Yangon

Die goldene Stupa der Shwedagon Pagode ist 100 Meter hoch und ist von vielen Stellen der Stadt zu sehen.


Auf zur Shwedagon Pagode – kurzer Zwischenstopp im Kandawgyi Park

Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zur Shwedagon Pagode. Wir entscheiden uns dafür, den Weg zu Fuß von der Sule Pagode aus zu laufen, um noch etwas mehr von dieser spannenden Stadt zu sehen. Wir passieren auf unserem Weg den Hauptbahnhof von Yangon und wenig später auch den Zoo. Kurz vorm Ziel laufen wir durch den Kandawgyi Park und entscheiden uns, eine kleine Snack-Pause mit Clara einzulegen.

Bridge in Park close to Shwedagon Pagoda

Im Kandawgyi Park lässt es sich unter den schattenspendenden Bäumen gut aushalten. Besonders mit Baby ein idealer Pausen-Ort.

Wir liegen im Schatten der Bäume und sehen hinter dem kleinen See die Shwedagon Pagode golden leuchten. Nachdem die kleine Maus versorgt ist, packen wir unsere Decke wieder ein und laufen über die maroden Holzbrücken des Sees Richtung Shwedagon Pagode. Hätten wir gewusst wie marode und wackelig diese Brücken sind, wären wir außen herum gegangen. So müssen wir aufpassen, wo wir hintreten und welche Holzplanken noch nicht gebrochen sind. Drüben angekommen überqueren wir noch eine große Straße und sind direkt mittendrin in einem trubeligen Straßenzug. Und nach ein paar Schritten stehen wir vor dem Aufgang der Shwedagon Pagode.

Eintritt für die Shwedagon Pagode und Betreten durch den Ost-Eingang

Wir nehmen den Aufgang auf der Ost-Seite und ziehen unten wie in allen sakralen Stätten in Myanmar unsere Schuhe und Socken aus. Außerdem bedecken wir noch unsere Beine und Schultern. Dies ist nicht nur in der Shwedagon Pagode Voraussetzung, um sie betreten zu dürfen, sondern in allen Pagoden (auch z.B. in und auf den Pagoden von Bagan). Rechts und links des Aufgangs entlang der Stufen sind unzählige Verkaufsstände. Hier wird alles verkauft, von Bekleidung über Spielzeug und Getränken.

Oben angekommen müssen wir den Eintritt von 8.000 Kyat / Person für die Shwedagon Pagode bezahlen. Dieser berechtigt uns zum Zutritt zur gesamten Anlag. Außerdem ermöglicht er am selben Tag den mehrmaligen Zutritt. Man könnte also den Sonnenaufgang an der Pagode erleben, danach in Ruhe frühstücken gehen und später noch einmal wiederkommen.

Nachdem wir unser Ticket erhalten haben, gehen wir ein paar Schritte, lassen den Ticketschalter rechts liegen und bekommen den ersten freien Blick auf die Shwedagon Pagode. Wir sind überwältigt.

Abendstimmung an der Shwedagon Pagode

Die Shwedagon Pagode und das gesamte Areal versprühen einen ganz besonderen Zauber, der auch uns direkt eingefangen hat.

Der absolute Wahnsinn, wie uns der goldene Mantel der Shwedagon Pagode, angestrahlt von der Nachmittagssonne, anleuchtet vor dem blauen Himmel über Yangon. Wir schauen uns an und müssen lächeln. Einfach weil wir uns wie kleine Kinder freuen, dass wir hier sind, wir beide, mit unserem Baby.

Alle wichtigen Infos über die Shwedagon Pagode: Geschichtliches, Öffnungszeiten, Eingänge und Tipps

Bevor wir uns jetzt voll und ganz der Überwältigung durch dieses Wahnsinns-Bauwerk hingeben, haben wir für dich ein paar nützliche Infos zur Shwedagon Pagode zusammengeschrieben.

Geschichtliches zu Shwedagon Pagode

Die Stupa der Shwedagon Pagode soll anfänglich nur circa 10 Meter hoch gewesen sein. Sie soll erst durch die Tradition, dass die Könige ihr Körpergewicht in Gold zur Verkleidung der Pagode spendeten, so wunderschön geworden sein. Im Jahr 1422 soll König Binnya Kyan die Stupa der Shwedagon Pagode dann auf 90 Meter ausgebaut haben. Die derzeitige Höhe von 100 Metern erreichte die Pagode dann 1774.

Sonnenuntergang an Shwedagon Pagode

Die 100 Meter hohe Stupa der Shwedagon Pagode ist besonders zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang absolut beeindruckend.

Auch heute ist es insbesondere für burmesische Gläubige noch selbstverständlich, Blattgold für die Verschönerung der Pagode zu spenden. Insgesamt soll die Pagode circa 150 Tonnen wiegen und davon sollen 10 Tonnen reines Gold sein.

Weitere interessante geschichtliche Infos zur Shwedagon Pagode findest du bei Wikipedia.

Öffnungszeiten der Shwedagon Pagode und Eintrittspreise

Die Shwedagon Pagode öffnet ihre Eingänge jeden Tag von 04:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Der letzte Einlass wird um 21:45 Uhr gewährt.

Wie bereits oben erwähnt beträgt der Eintritt 8.000 Kyat / Person (etwa 5,5 EUR). Und wer mit Kinderwagen kommt oder die Treppenstufen nicht hochsteigen will, der findet am südlichen Eingang der Shwedagon Pagode auch zwei Aufzüge.

Infos zur Shwedagon Pagode

Die Shwedagon Pagode besteht nicht nur aus der beeindruckenden goldenen Stupa, die sich in der Mitte der Terrassen in den Himmel erhebt und von vielen Stellen der Stadt zu sehen ist. Nein, sie besteht außerdem aus vielen kleinen Pagoden, Tempeln, Opferstätten und 10.000 Details, die es zu entdecken und zu genießen gilt. Natürlich ist die 100 Meter hohe Stupa die Hauptattraktion, aber all die kleinen verwinkelten Abzweigungen, Tempel, Schreine, das Farbenspiel und einfach die Menschen auf dem Gelände der Shwedagon Pagode machen einen Tag hier zu etwas ganz besonderem.

betende Mönche an Shwedagon Pagode Yangon

Für die Buddhisten ist die Shwedagon Pagode ein wichtiges Heiligtum. Sie kommen hierher, um zu beten und ihre Opfergaben darzubringen.

Tipps für den Besuch der Shwedagon Pagode – Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Wenn du es zeitlich schaffst oder ihr eurem Kind so einen frühen Start in den Tag zumuten wollt, lohnt sich ein Besuch der Shwedagon Pagode zum Sonnenaufgang. Wenn du kurz vor Sonnenaufgang ankommst und über das Gelände läufst, bist du einer der wenigen Touristen hier. Aber es ist nicht leer hier morgens…viele der Besucher sind Gläubige, die hier zum Morgengebet hinkommen. Die Stimmung ist etwas ganz Einzigartiges. Du kannst dich etwas abseits auf eine Decke setzen, deinen Tee oder Kaffee genießen, den Betenden zusehen und das Farbenspiel beobachten, wenn die Sonne aufgeht und der Tag erwacht.

buddhistische Glocken in Shwedagon Pagode

In den frühen Morgenstunden kann man viele Details auf dem Gelände entdecken und sich in der magischen Stimmung dieses Ortes verlieren.

In den Mittagsstunden fanden wir es zu warm und uns war es zu voll mit Touristen. Daher eignet sich der spätere Nachmittag – circa 1 – 1,5 Stunden vorm Sonnenuntergang – wieder sehr gut, um die Shwedagon Pagode zu besuchen. Die Touristengruppen sind bereits weiter gezogen und es geht wieder etwas ruhiger zu auf den Terrassen der Pagode.  Zu dieser Zeit kannst du bei etwas angenehmeren Temperaturen herumlaufen und dir all die wundervollen Details ansehen, die sich an jeder Ecke verstecken.

Gläubige zünden Kerzen an in Shwedagon Pagode

In den Abendstunden kommen viele Gläubige in die Shwedagon Pagode und zünden Kerzen an und bringen ihre Opfergaben dar.

Die Zeit des Sonnenuntergangs an der Shwedagon Pagode ist dann wieder absolut mystisch. Die untergehende Sonne taucht die goldene Stupa in einen noch intensiveren Goldton und vor dem blauen Abendhimmel zeichnet sich ein unvergessliches Bild. Zu dieser Zeit sind auch wieder viele Gläubige unterwegs, die ihren Gebeten nachgehen oder in Gruppen mit Besen ausgerüstet, um die Pagode herum fegen.

Unsere Erlebnisse und Eindrücke von der Shwedagon Pagode

Die Shwedagon Pagode ist ohne wenn und aber ein absolut beeindruckendes Bauwerk, das mit seinem golden-bunten Farbenspiel direkt ins Herz geht. Der erste Eindruck nach dem Durchschreiten des Eingangs ist beeindruckend und dieses Gefühl lässt einfach nicht nach. Mit jedem Blick entdecken wir etwas Neues, Spannendes und Faszinierendes.

Sehenswürdigkeiten in der Sehenswürdigeit – Das Areal der Shwedagon Pagode

Nicht nur die 100 Meter hohe Stupa der Shwedagon Pagode hat es uns angetan, sondern auch all die kleinen Tempel, Schreine, Buddda-Figuren, Räucherkerzen, singenden und betenden Mönche, die Gläubigen, die in Gruppen im Schatten sitzen und quatschen oder ihren Ritualen nachgehen oder Kerzen anzünden oder Blumengaben bringen. Jeder Blick eröffnet eine neue Welt und man vergisst die Zeit und taucht tiefer und tiefer ein in eine magische Welt voller Farben, Bilder und Eindrücke. Wir können gar nicht mehr sagen, wie lange wir an der Shwedagon Pagode herumgelaufen sind, uns einfach hingesetzt haben, geguckt und gestaunt haben, weitergelaufen sind und immer wieder etwas neues, wundervolles entdeckt haben.

Opfergaben in Yangon

Überall in der Shwedagon Pagode gibt es etwas zu entdecken, so wie diese Opfergaben vor einem der unzähligen Schreine.

Rituale in der Shwedagon Pagode

Ein schönes Ritual ist auch den Ort des Wochentages der Geburt aufzusuchen. In der Shwedagon Pagode gibt es dafür 8 „Tage“, da die Burmesen den Mittwoch als zwei Tage sehen, nämlich als Mittwochvormittag und Mittwochnachmittag zählen. An diesem Ort kann man seine Gaben darbringen und die Statue, die dem Wochentag zugeordnet ist mit Wasser übergießen.

Schrein in Shwedagon Pagode wird mit Wasser übergossen

Eines der unzähligen Rituale, die man beobachten kann, ist die „Waschung“ der Statue des Tages der Geburt.

Natürlich war Clara auch hier wieder eine Attraktion. Viele Einheimische und selbst Mönche wollten sich mit ihr fotografieren lassen oder ihre Haut oder ihre Haare berühren. Zum Glück ist sie sehr entspannt und lächelt meistens höflich, so dass sich alle noch viel mehr freuen und wenn es ihr zu viel wird, kann die kleine Dame das auch ziemlich eindeutig verständlich machen.

Für uns ging es nach einem interessanten Nachmittag und Abend an der Shwedagon Pagode mit unendlich vielen Eindrücken mit dem Taxi für 4.000 Kyat zurück in die Stadt zu unserem Hotel ( Clover City Center Plus ).

Fazit – Die Shwedagon Pagode: Hier ist alles Gold, was glänzt

Wir können einen Besuch an der Shwedagon Pagode nur wärmsten empfehlen und dazu raten, genug Zeit einzuplanen. Selbst wenn man normalerweise nicht zu den Menschen gehört, die von sakralen Bauwerken beeindruckt sind, sollte man sich an der Shwedagon Pagode darauf vorbereiten, dass es anders sein wird.

Mönch in kleinem Tempel

Neben den offensichtlichen gold glänzenden Highlights auf dem Gelände der Shwedagon Pagode gibt es unzählige Details und Momente zu beobachten, die einen Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Hier geht es nicht nur um die Pagode, nicht nur um die Sehenswürdigkeit, sondern auch um alles, was hier Drumherum passiert. All die Menschen, Gerüche, Eindrücke und Details….also einfach ein Teil dieses wunderbaren Ganzen werden und eintauchen in eine Welt voller Farben und Bilder, die das Herz und die Sinne erfreuen.

Wenn du noch mehr Tipps suchst, schau doch einfach mal in unseren Artikeln zu Yangon.

Den Artikel zu unserem >> Yangon Tipp Nr. 2 – Yangon Chinatown Markt << findest du hier.

Unseren >> Yangon Tipp Nr. 5 – Bogyoke Aung San Markt << findest du hier.

Und den Artikel zu unserem >> Yangon Tipp Nr. 8 – Fahrt mit dem Circle Train Yangon << gibt es hier. 

Eine Übersicht zu allen >> Yangon Tipps << findest du hier.

Und wenn du weitere Infos und Anregungen zum Thema Reisen mit Kind suchst, findest du sie in der Kategorie Reisen mit Kind.

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