Kolumne #11 || Wenn einfach alles stimmt…

Es gibt manchmal Tagen, da stimmt einfach alles. Momente, in denen alles richtig erscheint. Und genau diese Momente, müssen wir festhalten. Denn das sind die Momente, von denen wir irgendwann unseren Kindern erzählen werden. Und ich bin mir ganz sicher, dass wir Clara eines Tages von unserem Kurzurlaub in Rom erzählen werden. So wunderschön, war es. Und so glücklich sind wir gerade alle. Und scheint die Sonne förmlich aus dem Hinterteil. #soisses

Denn mit Kind, gibt es solche und solche Urlaube. Das wissen wir alle. Früher war es die Hotelanlage, das Essen, der Sandstrand der einen Urlaub ausgemacht hat. Für gut befunden oder nicht. Heutzutage bin ich einfach schon froh, wenn Clara im Urlaub gut drauf ist. Und #gottseidank das war sie. Aber so was von. Sie hätte sich gleich zu den Straßenkünstlern in Roms Stadtteil #Monti setzen und ihre Witze erzählen können. Witze, über die sie selbst am Lautesten lacht. Oder sie hätte sich zu den Clowns für krebskranke Kinder und den guten Zweck auf die Bühne in #Trastevere gesellen können und ihren übermotivierten Kopfstand präsentieren können. Inklusive glucksendem Schluckauf, denn über Kopf lachen, verwirrt die Atemwege. So fröhlich und neugierig stapfte sie an meiner Hand von Kind zu Kind und patschte den Bambinis hemmungslos ins Gesicht und umarmte sie nach Herzenslaune. Steckt in meiner kleinen Maus ein Stückchen italienisches #dolcevita oder einfach nur #carpediem – nutze den Augenblick. Vielleicht ist ja ihr Traummann schon dabei.

Gedankenverloren in Rom am PetersdomEben habe ich mir nochmal den etwas älteren #gedankenverloren zu Reisen mit Kind durchgelesen. Und ich erinnere mich, wie ich mich da gefühlt habe. Und es ist doch verrückt, dass sich ein Urlaub mit der Stimmung des Kindes um 180° dreht. Und die Weichen standen nicht besonders gut. Wir hatten ein Hotelzimmer, das nicht größer war als ein begehbarer Kleiderschrank. Das heißt mit unserer Matratze und Claras #deryan Reisebett war jeder Zentimeter des Raumes gefüllt #keinluxus Musste man ins Bad, musste man erst lebensgroßes Tetris spielen. Die Dusche war in den Raum integriert. Clara hatte ihren Spaß daran Mama und Papa beim Duschen zu beobachten. Und so winzig der Raum auch war, so gemütlich war er auch. Unsere kleine Höhle. Mittendrin. Den Piazza Navona um die Ecke. Den Petersdom in Laufdistanz. Vor der Haustür unzählige Weinbars, Panificio, Pasticceria. All das und noch so viel mehr versprachen eine wunderschöne Zeit außerhalb der vier Wände. Und wir wurden nicht enttäuscht #soreisenwir

Clara hat friedlich die Nächte in ihrem Reisebett durchgeschlafen. Unterwegs hat sie Mittagsschlaf im Buggy gemacht und ist abends gg. 20 Uhr im Buggy eingeschlafen. Passenderweise genau dann, wenn wir essen wollten. Lange knurrte der Magen diesmal also nicht. Und auch sonst, mussten wir wenig bis gar nicht Trösten, Schlichten oder Vertagen. Es hat alles perfekt geklappt.

Wir hatten einen wunderschönen Urlaub als Familie und abends, sobald Clara schlief, hatten wir einen noch schöneren Urlaub als Paar und in Zweisamkeit. Immer mit dem beruhigenden Gedanken, dass es unserer kleinen Maus gut geht und sie ganz nah bei uns ist. Und allein das hat sie anscheinend so beruhigt, dass sie immer und überall schlafen konnte. #timingistalles

Gedankenverloren Familienurlaub mit KindSo haben wir als Familie Pizza gegessen und Pasta geschlürft. Wir haben Eis gegessen (massenweise!) in der wohl besten Eis-Manufaktur Roms, der #gelateriadelteatro Das Tiramisu-Eis ist ein Traum und schmeckt um Längen besser als das Original-Dessert. Durch die Fensterfront, kann man zusehen, wie das Eis hergestellt wird. Interessanter sind aber noch die dicken Schokoladenblöcke, die für die Herstellung abgeschabt werden. Schwerstarbeit. Mittags eine Dose Peroni am Tiber getrunken mit Blick auf die Engelsburg. Wir haben begeistert einem Hobby-Tenor zuhören dürfen, wie er die italienische Hymne NESSUN DORMA zwischen Trattoria und Kopfsteinpflaster schmetterte, sodass uns allen die Knie schlotterten.

Wir haben nach dem letzten Glas Vino und ewige Liebe geschworen und eingestanden, dass wir durch den jeweils anderen zu einem besseren Menschen geworden sind. #invinoveritas oder wie war das noch?! Wir haben geheult vor Glück. Sind getaumelt vor Freude – oder dank der zwei Sundowner auf leeren Magen. Wir haben in der Abendsonne gesessen auf der Terrasse des Freni e Frezioni und einen Aperitivo samt kulinarischem Buffet gegönnt. Wir haben es uns gut gehen lassen. Wir haben Gold, Fresken und Marmor bestaunt in den tausend Museen und Galerien des Vatikans. Haben bekannte und unbekannte Kirchen und Basiliken gestürmt und mit großen Augen bestaunt, wie prunkvoll die Römer lebten und beteten. Wir haben durch das wohl berühmteste Loch in der Decke in den Himmel geguckt, kurz bevor es anfing wie aus Eimern zu schütten. Wir haben den leckersten Espresso – scusi, Caffé – und Cannolini gegessen und uns so den Regenschauer versüßt – dort wo auch schon Familie Obama und Cameron Diaz (scheint in Italien ein und die selbe Promiklasse zu sein…) ihren Caffé schlürften. Wir haben vor lauter Pollenallergie die Villa Borghese nicht mehr gesehen – dafür durfte aber Clara ihre erste Fahrt mit dem Kinderkarrussell machen. Selbstverständlich an Papas Seite auf dem pinken Pony. Ein Bild, das mir gerne in Erinnerung bleibt. #teamrosa Wir haben in einer ganz gewöhnlichen Trattoria mit der ganzen Mannschaft lauthals Volare von Bobby Rydell gesungen und uns in den Armen gelegen. #keinwitz Dieser Urlaub, ich sag es euch, war episch. Klassisch. Wundervoll. Und voller kleiner Wunder. Zu schön, um wahr zu sein, und er war es doch. Oder kneif’ mich mal jemand…

La vita è tutta rose e fiori. Jawohl!

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