Familienessen einführen - Titelfrühstück

Das Familienessen einführen | So gelingt es mit Spaß und Freunde für die ganze Familie

Herzlichen Glückwunsch – dein Baby wird langsam zum Kleinkind. Mit dem Abstillen und dem Wegfall der Breinahrung, wird der Säugling langsam zum Kleinkind und das Familienessen wird zunehmen interessanter. Jetzt ist es an der Zeit, das gemeinsame Familienessen einzuführen.

Familienessen einführen – So klappt’s bestimmt auch bei Euch

Wir geben dir hilfreiche Tipp zur Einführung Familienessen, sodass es ein Spaß für die ganze Familien wird.

Wie die Einführung des Familienessens am besten funktioniert? Was du beim Familienessen einführen beachten solltest? Wie du auch den faulsten Esser von fester Nahrung überzeugen kannst? Die Antworten zu all diese Fragen findest du hier.

Familienessen einführen – Deine große Verantwortung

Familienessen einführen - Frühstück für Mama und Kind

Du wirst ab einem gewissen Alter merken, dass dein Baby bzw. Kleinkind plötzlich immer mehr Interesse an deinem Essen zeigt. Nach der Beikosteinführung wird es dann Zeit, das Familienessen einzuführen.

Im ersten Lebensjahr wurde dein Baby größtenteils gestillt und später nach und nach über die Babybreie versorgt. Mit dieser Art der Ernährung konntest du dir sicher sein, dass dein Baby gut versorgt ist – mit allen Nährstoffen die es für ein ordentliches Wachstum braucht. Jetzt, wo dein Baby zum Kleinkind und zu einem „richtigen Esser“ heranwächst, ist es wichtig beim Familienessen einführen von Anfang an keine Marotten entstehen zu lassen. Rituale sind daher sehr wichtig beim Familienessen einführen.

Dein Kind weiß noch nicht, was gesund ist. Was ihm gut tut. Wann es etwas essen sollte und wieviel.

Wie mit allen Entwicklungsschritten, verhält es sich bei der Einführung Familienessen genauso…jedes Kind ist anders. Die einen knabbern mit 10 Monaten schon genüsslich an Möhrenstiften, die anderen interessieren sich erst mit 14 Monaten das erste Mal für weich gedünstete Möhrchen. Manche Kinder starten früh andere etwas später – aber immer ist es wichtig, dass beim gemeinsamen Familienessen einführen auf die Signale des Kindes geachtet wird. Schritt für Schritt. Sanft. Verständnisvoll. Und ganz wichtig, ohne Druck. Und das Allerwichtigste ist: Du hast eine Vorbildfunktion beim Familienessen einführen. Dein Essenverhalten, ist das, was sich dein Kind von dir abguckt. Das heißt aber auch, dass dein Kind deine Rechte auch für sich in Anspruch nimmt.

  • Schönes unkaputtbares Kindergeschirr

  • Dieses süße Igel-Geschirr hat es uns angetan

  • Zaubert Kindern beim Familienessen einführen ein Lächeln ins Gesicht

  • Schüssel und Tellerchen mit niedlichem Tiger-Gesicht

  • Der Klassiker beim Kindergeschirr – Der kleine Prinz

Familienessen einführen – Regeln, die für alle gleichermaßen gelten

Jetzt müssen für das gemeinsame Familienessen auch Regeln aufgestellt werden – Regeln, die für alle gleichermaßen gelten. Und das ist der Clou. Wenn du mittags Kekse isst, wundere dich nicht, dass dein Kind auch auf seine Portion besteht. Spätestens ab der Einführung des Familienessens solltest du dir überlegen, ob du dir am gemeinsamen Frühstückstisch wirklich die Schoko-Nuss-Paste aufs Brot schmierst und ob es nach dem Abendessen tatsächlich noch ein Eis sein muss.

Familienessen einführen - Kuchen essen

Beim Familienessen einführen sollten für alle die gleichen Regeln gelten. Wenn du Kuchen isst, wird auch dein Kind das Gleiche wollen.

Dein Kind wird es auch wollen und es einfordern – falls notwendig auch mit lauten Geschrei. Damit will ich sagen, Regeln beim Familienessen einführen gelten für alle Familienmitglieder gleichermaßen. Wird einer bevorzugt oder benachteiligt, ist er kein vollwertiges Mitglied und fühlt sich schnell als ‚Sonderling‘.

Was ist alles erlaubt beim Familienessen einführen

Nach dem ersten Lebensjahr ist grundsätzlich alles erlaubt. Wir zu Hause halten es mit dem Zucker und dem Salz sehr gering. Das Thema >> Baby und Salz << haben wir in einem extra Artikel behandelt. Statt Salz stehen bei uns dafür Kräuter hoch im Kurs. Ich finde es wichtig, darauf zu achten, dass Claras feine Geschmacksnerven von Beginn an trainiert werden – mit vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Kräutern und Gewürzen. Und dafür brauchen wir beim Familienessen einführen kein oder nur wenig zusätzliches Salz und raffinierten Zucker. Aber das muss natürlich jede Familie für sich entscheiden und damit auch, was zum Familienessen einführen dazu gehört.

Worauf du beim Familienessen einführen achten solltest – Verträglichkeiten und mögliche Gefahren

Die Verdauung und Nierenfunktion der Kleinen funktioniert schon wie bei den Großen. Daher ist grundsätzlich alles erlaubt. Allerdings solltest du darauf achten, dass gegrilltes oder stark gebratenes bzw. frittiertes noch nicht gut vertragen wird und die Röststoffe auch nicht unbedingt gesund sind. Salziges solltest du nur in Maßen als Familienessen verwenden, denn der kleine Körper kommt noch nicht so gut mit zu viel Salz zurecht. Gleiches gilt für scharfe Gewürze. Die feinen Geschmacksnerven empfinden Schärfe viel stärker als wir.

Kleine und harte Lebensmittel, wie Nüsse, Johannisbeeren oder Lutschbonbons, solltest du gut verstauen. Die Größe und die harte Konsistenz können dazu führen, dass diese in der Luftröhre feststecken. Erstickungsgefahr!

Breiliebhaber vs. Kaufreudige

Familienessen einführen Pfannkuchen mit Gemüse für KinderWie gesagt, dein Kind gibt das Tempo vor. Manche Kinder lieben ihren Brei – und das ist auch völlig ok so. Clara isst auch mit 13 Monaten immer noch gerne ihren Brei mit Obstmus zum Abend. Daran gibt es grundsätzlich auch nichts auszusetzen. So weiß ich zumindest, dass sie gut versorgt ist und wieviel sie isst. Ich habe ihr aber immer auch gleichzeitig als Familienkost etwas zum Kauen angeboten. So kam es, dass sie jetzt zum Frühstück Brot oder Müsli isst, das Mittagessen ein Familienessen geworden ist und die Snacks auch alle aus fester Nahrung bestehen. Nur abends gibt’s eben noch Brei. Wie du siehst gibt es viele gangbare Wege beim Familienkost einführen.

  • Ein wundervolles Kochbuch voller Ideen – täglich bei uns im Einsatz


  • Die vegetarische Variante unseres Lieblings-Kochbuchs


  • Ein super Buch mit tollen Rezepten aus der bekannten Lotta-Reihe

Empfehlenswert ist es, dem Kind am Anfang der Einführung Familienkost immer beide Konsistenzen anzubieten – fest und breiig. Ein Mix aus festen und weichen Konsistenzen ist ideal, z. B. Vollkornnudeln mit Gemüsemus, Kinder Kartoffelbällchen mit Spinat oder Gemüsepfannkuchen.

Viele weitere Rezepte & Ideen findest du in unserer Kategorie Food und in  unserem derzeitigen Lieblings-Kochbuch für Kinder*

Familienkost einführen – Können Kleinkinder ohne Backenzähne richtig kauen?

Die Backenzähne kommen meist erst im zweiten Lebensjahr. Daher können die meisten Lebensmittel auch noch nicht richtig zermahlen werden. Doch viele Kleinkinder sind auch in der Lage, Lebensmittel zwischen den zahnlosen Kauleisten oder mit der Zunge am Gaumen zu zerdrücken. Das geht besonders gut mit z.B. Bananen, Kartoffeln, weichen Birnen. Vollkornprodukte sind ebenso besser zu essen, weil Vollkorn mit dem Speichel im Mund zerbröckelt, wohingegen Weißmehl eher klumpt und schwerer zu schlucken ist. Daher sind Vollkornprodukte nicht nur gesund, halten länger satt, sondern sind auch super geeignet beim Familienkost einführen.

Clara zum Beispiel hat immer noch Probleme mit Apfel- und Gurkenscheiben. Die beißt sie ab und spuckt sie dann wieder aus. Weil diese mürben Lebensmittel sich ohne Backenzähne nicht gut bearbeiten lassen. Das Ausspucken ist also völlig normal und hat weniger etwas mit ihrer Vorliebe zu tun, sondern vielmehr mit der Konsistenz, die sie noch nicht verarbeiten kann.

Familienessen einführen ohne verwirrende Gläschenmenüs

Ab dem 8. Monat gibt es spezielle Kindermenüs, die zum Teil aus Brei und zum Teil aus weichen Stückchen bestehen. Diese Kindermenüs habe ich bei Clara zum Familienessen einführen auch versucht. Jedoch ohne Erfolg. Diese Menüs mochte Clara gar nicht – und jetzt weiß ich auch warum. Der Mix aus fester und breiiger Nahrung ist für kleine Kinder verwirrend und daher meiner Meinung nicht so gut geeignet für die Einführung der Familienkost. Wichtig: Kinder brauchen beim Essen eindeutige Signale – entweder kauen oder schlucken. Das ist insbesonere beim Familienessen einführen wichtig, da dabei ja viele Dinge neu sind für die Kleinen.

Bei den Gläschenmenüs müssen die Kinder aber erst den Brei runterschlucken, um dann die Stückchen zerkauen zu können. Das überfordert sie aber leicht und daher Spucken sie die Stückchen wieder aus. Das heißt aber nicht, dass die Kinder noch nicht bereit sind für die Einführung der Familienkost. Sie sind einfach nur verwirrt. Also bitte nicht falsch deuten!

Familienessen einführen – Übung macht den Meister

Familienessen einführen - Essen ist KunstSo wie jede neue Fertigkeit will auch Essen geübt sein. Zum Familienessen einführen gehört daher auch ein ständiges Training. Biete deinem Kind also immer wieder feste Nahrung zum Kauen an. Denn dadurch trainiert es seine Kaumuskeln und die vielen weiteren Gesichtsmuskeln, die später auch für das Sprechen von Bedeutung sind. Biete deinem Kind beim Familienessen einführen eine breite Auswahl an Geschmacksrichtungen an. Denn es ist bewiesen: Je abwechslungsreicher Kinder in den ersten Lebensjahren ernährt wurden, desto abwechslungsreicher ist der Geschmack und das Essen im Jugendalter.

Familienessen einführen – einfache Tipps, um die Geschmacksrichtung zu variieren

So kannst du z.B. etwas Avocado unter den Frischkäse mischen, geriebenen Parmesan oder Bergkäse über die Nudeln geben, Kartoffeln, Reis und Couscous variieren oder gemahlene Nüsse unters Essen mischen. In unserer >>Rezeptrubrik<< findest du auch einige unserer Lieblingsrezepte zum Familienessen einführen. Und außerdem lohnt sich auch ein Blick in dieses tolle Familienkochbuch*

Familienessen einführen – Rituale und Regeln sind wichtig

Auch wenn die Kleinen noch nicht die Uhr lesen können, habe sie doch ein Gefühl für den Tagesablauf. Und der ergibt sich maßgeblich durch die Mahlzeiten. Es liegt also an dir, wie bei den Stillmahlzeiten, auch beim Familienessen einführen einen Rhythmus vorzugeben. Frühstück, Mittagessen und Abendbrot – dein Kind weiß dadurch, welche Tageszeit ist und was darauf folgt. Nach dem Frühstück geht es in den Kindergarten oder nach dem Mittagsessen schlafe ich ein wenig oder auch nach dem Abendbrot endet der Tag und ich schlafe bis zum nächsten Morgen.

Dieser Rhythmus und die Rituale beim Familienessen einführen geben deinem Kind Sicherheit. Es kann sich darauf verlassen. Es sind Eckpfeiler im Tagesrhythmus, die immer wiederkehren und den Tag strukturieren.

Welche Rituale und Regeln beim Familienessen einführen gelten, bestimmst du bzw. ihr gemeinsam. Doch es ist wichtig zu verstehen, dass ihr jetzt am Tisch eine Gemeinschaft seid. Eine Familie. Und in einer Gemeinschaft haben alle dieselben Rechte und Pflichten.

Familienessen einführen – Ein paar Beispiele für Regeln

Familienessen einführen und einfordernWir haben für uns einige Regeln aufgestellt, die für alle gleichermaßen gelten:

  1. Gegessen wird immer zusammen und am Tisch.
  2. Während des Essens wird nicht gespielt, ferngesehen oder auf dem Handy herumgedrückt.
  3. Der Tisch ist aufgeräumt und gedeckt. Was nichts mit dem Familienessen zu tun hat, kommt weg.
  4. Gleiches Recht für alle. Was auf den Tisch und den Teller kommt, ist für alle gleich.

Besonders Regel Nr. 4 ist beim Familienessen einführen die schwierigste von allen. Gerade für uns. Nachmittags ein Stückchen Kuchen, Sonntagsmorgens die Schokopaste. Was wir dürfen, darf auch Clara. Das heißt aber im Umkehrschluss, Schokopaste und Kuchen gibt es nicht mehr wenn Clara dabei ist. Zu viel Zucker für unseren Familienspeiseplan. Nur in Ausnahmefällen, wie zum Geburtstag, darf es auch mal das Stück Kuchen sein.

Was die Regeln beim Familienessen einführen für uns bedeuten

Ich weiß selbst, das erfordert eine Menge Disziplin. Aber es ist auch schön, wieder bewusst zusammen zu essen und das Essen zu genießen, ja, fast, zu zelebrieren. Ansonsten backe ich eben selbst – leckere Backrezepte, die alle schmecken, findest du in unserer >> Rezeptrubrik <<.

Die allgemeine Regel beim Familienessen einführen, die auch schon bei der Beikost galt, lautet: Wann, was und wie gegessen wird, bestimmst du, ob und wieviel gegessen wird, bestimmt dein Kind selbst. Es gibt nichts Schlimmeres als das Kind zum Essen zu zwingen. Essen sollte mit positiven Emotionen verbunden werden, so macht es allen Spaß.

Das Familienessen einführen und mit allen Sinnen erleben

Auch hierbei gilt, du bestimmst, wie gegessen wird. Ich finde es wichtig, dass Clara das Essen „begreift“. Dazu gehört beim Familienessen einführen eben auch, dass man Nudeln mal mit der Hand isst, die Reiskörner zwischen Zeigefinger und Daumen zerdrückt und einmal in die Tomatensoße greift. Dadurch lernt Clara, welche Konsistenz die verschiedenen Lebensmittel haben. Auch dass sie sich roh und gekocht anders anfühlen lernt sie so. Doch ich ziehe auch eine klare Grenze zwischen ausprobieren und matschen. Gematscht wird nicht. Den Unterschied erkennt man recht schnell. Aber ob du das beim Familienessen einführen auch so handhabst, ist natürlich dir überlassen.

Familienessen einführen – die optimale Versorgung für dein Kind

Was ich immer am Schwierigsten fand – nicht nur beim Familienessen einführen – war abzuschätzen oder herauszufinden, wie viel der einzelnen Nährstoffkomponenten Clara für eine ausgewogene Ernährung benötigt. Das sind nämlich die Informationen, die jede Mutter interessieren und die wirklich wichtig sind. Dazu habe ich lange nach einer konkreten Aussage gesucht. Und schließlich wurde ich fündig. In dem Buch  „Essensspaß für kleine Kinder“* von Edith Gätjen sind eben diese Infos genau aufgelistet. Ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn ihr mit dem Familienessen einführen beginnt.

Grundsätzlich heißt es beim Familienessen einführen, wie viel dein Kind essen sollte bestimmt die Handgröße deines Kindes. Eine Portion ist jeweils so viel wie in die Hand deines Kindes passt. Abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen, war das eine Info mit der ich gut planen konnte.

Wasser marsch beim Familienessen einführen

Wasser kann dein Kind nicht genug trinken. Es ist das Lebenselixier und sehr wichtig für alle Körperfunktionen. Empfohlen werden 110 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht. Darin enthalten ist allerdings auch die Flüssigkeit in Suppen, Brei o.ä. Das heißt ein Kind zwischen 1 und 3 Jahren sollte 300 – 700 ml pro Tag trinken. Wasser sollte hierbei auf dem ersten Platz steht. Bei uns gibt es ausschließlich Wasser.

Das kennen wir aus unserer eigenen Kindheit so. Am Wochenende gibt es mal Fruchtsaft und zu besonderen Anlässen, wie Geburtstag o.ä. auch mal Limonade (allerdings erst wenn Clara etwas älter ist). Grundsätzlich eignen sich neben Wasser auch ungesüßte Tees als Durstlöscher. Du kannst sicherlich auch Fruchtsäfte verdünnen (Verhältnis 1:4), aber wir fangen damit gar nicht erst an. Das ist aber natürlich kein Muss und musst du für dich entscheiden.

Hinweis: Milch zählt nicht dazu, denn Milch gehört zu den Lebensmitteln und nicht zu den Getränken. Auch zum Essen darf fleißig getrunken werden und natürlich bei Hitze und sportlichen Aktivitäten noch mehr.

Immer her mit Gemüse und Obst beim Familienessen einführen

Gemüse und Obst können die Kleinen so viel und so oft essen, wie sie mögen. Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sind immens wichtig für die Entwicklung und durch nichts zu ersetzen. Außerdem haben Gemüse und Obst einen hohen Wasseranteil und versorgen den Körper zusätzlich mit Flüssigkeit. Es gilt: Das Obst immer frisch essen. Das Gemüse teils roh, teils schonend gegart/ gedämpft anbieten. Denn manche Gemüsesorten entfalten ihre Vitamine und Mineralstoffe erst unter Wärmezufuhr.

Die einfache 5-am-Tag-Regel beim Familienessen einführen ist ebenfalls aus dem Buch  „Essensspaß für kleine Kinder“* von Edith Gätjen und besagt: Fünf Mal am Tag eine Portion frisches Gemüse bzw. Obst. Dabei ist eine Portion so viel, wie in die Hand deines Kindes passt. Bei einer 1-jährigen wie Clara passen da höchstens ein halber Kinderapfel, eine halbe Kiwi, drei Kirschtomaten oder fünf Schieben Zucchini rein. Das heißt ein Kind zwischen 1 und 3 Jahren sollte 330 – 430 g Gemüse/ Obst pro Tag essen.

Familienessen einführen GemüsegartenIch finde, diese Angaben und Regeln geben einer Mutter beim Familienessen einführen ein gutes Gefühl für Portionen und Mengen. So war es zumindest bei mir.

Bio, saisonal und frisch das Familienessen einführen

Bei den Gemüse- und Obstsorten gilt bei uns grundsätzlich: bio, saisonal und frisch. Obwohl, manchmal machen wir bei der Frische auch Ausnahmen. Da kommt dann auch mal das Tiefkühl-Bio-Gemüse auf den Teller. Da manchmal einfach die Zeit fehlt und das tiefgekühlte Gemüse nur geringfügig weniger Vitamine und Mineralstoffe hat.

Der kontrolliert biologische Anbau war für mich früher auch nicht unbedingt so wichtig. Doch seitdem ich weiß, dass Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau weniger Nitrat enthält, da nicht mit nitratreichem chemischen Düngemittel gedüngt werden darf, bin ich auch hierbei sensibel geworden. Denn das Abbauprodukt des Nitrats, das Nitrit, bildet zusammen mit sekundären Aminen (Eiweißen) die krebserregenden Nitrosamine.

Mit Vollkorn das Familienessen einführen

Die wertvollsten Nährstoffe sitzen im vollen Korn, genauer, im Keim und in den Randschichten des Korns. Daher kommt bei uns beim Familienessen einführen fast nur Vollkorn auf den Tisch. Egal ob Brot, Nudeln oder Reis – es schmeckt uns einfach besser. Es gibt auch keinen Grund erst Weißmehl/-produkte einzuführen und dann auf Vollkorn zu wechseln. Dein Kind kann Vollkorn schon vollständig verarbeiten und verdauen. Wenn es also schon früh daran gewöhnt wird, umso besser.

Getreide und Getreideprodukte aus dem vollen Korn sind wichtige Energiequellen für den Körper deines Kindes. Gerade jetzt, wenn die kleinen mobiler werden, und du das Familienessen einführst, brauchen sie viel Energie. Auch Körner, wie Sonnenblumenkerne und Getreidekörner, dürfen die kleinen schon essen. Ob das Verdauungssystem diese bereits verwerten kann, siehst du spätestens, wenn du in die Windel guckst.

Grundsätzlich gilt: Ein Kind zwischen 1 und 3 Jahren sollte 80 – 120 g Getreideprodukte pro Tag essen. Das entspricht etwa 4 Portionen Brot. Wobei 1 Portion Brot durch 1 Portion Müsli  ersetzt werden kann. Eine Portion Müsli passt in die Schale, die aus beiden Handflächen deines Kindes geformt ist.

Der Brotaufstrich – ein schwieriges Unterfangen

Brotaufstrich gibt es bei uns beim Familienessen einführen nur mit Brot. Es geht in erster Linie darum dein Kind mit vollwertigem Getreide zu versorgen – nicht mit dem Aufstrich oder Aufschnitt. Brot und Belag gehören zusammen, das sollte von Anfang an klar sein. Wenn Clara den Frischkäse vom Brot lutscht, dann gibt es das nächste Stück erst, wenn auch das Brotstückchen aufgegessen ist. Diese Maßnahme war anfangs etwas mühselig, aber Clara hat es schnell akzeptiert und begriffen.

Also Brotaufstricht eignen sich u.a. Frischkäse, Bergkäse, magerer Brataufschnitt und ungesüßte Fruchtaufstriche. Es gibt ungezuckerte Nussmuse auf dem Regal oder aber auch Banane, Avocado, Tomate eignen sich als Brotaufstrich. Es sollten einfach nicht zu viele künstliche Zusatzstoffe in gekauften Produkten stecken. Wurst gibt es bei uns beim Familienessen einführen (noch) nicht, seitdem ich weiß, wie die Vorgaben der deutschen Lebensmittelindustrie für Wurstwaren aussehen. Ekelhaft! Und wir sind wirklich keine Vegetarier, aber je später Clara darauf besteht, desto besser.

Müsliparty – Familienessen einführen mit Spaß

Clara liebt Müsli. Und ich ebenso. Ich esse mit Vorliebe kernige Haferflocken unter Bananenscheiben und Heidelbeeren mit einem Kleks Magerquark und einem Schuss Milch. Yummy. Grundsätzlich kann Clara das auch essen. Die kernigen Haferflocken warden beim Familienessen einführen durch feine ersetzt. Der Magerquark wird zum Voll- bzw. Halbfettquark. Und es kommen noch ungezuckerte Cornflakes und Früchte dazu. Das Müsli ist eine tolle Möglichkeit beim Familienessen einführen alle Vorlieben unter einen Hut zu bekommen. Wir feiern regelmäßig am Wochenende eine Müsliparty. Wie es geht und was du dazu brauchst findest du hier im Rezept >>Babymüsli selbst gemacht<< (Rezept folgt bald).

Milch- und Milchprodukte beim Familienessen einführen

Erst einmal vorab: Milch gehört zu den Lebensmitteln und nicht zu den Getränken. Ein Kind zwischen 1 und 3 Jahren sollte pro Tag 400 – 500 ml Milch und Milchprodukte zu sich nehmen. Dies entspricht 3 Portionen, wobei ein Glas Milch, ein Becher Joghurt oder eine Schiebe Käse in die Kinderhand passen und somit jeweils eine Portion ergeben. Dies deckt den Tagesbedarf an Kalzium. Das Kalzium aus Milch und Milchprodukten ist durch nichts zu ersetzen ist.

Mit 11 Monaten ist beim Familienessen einführen auch Joghurt, Quark und Dickmilch erlaubt. Am besten ungesüßt und mit natürlichem Fettgehalt – light oder Diätprodukte haben beim Familienessen einführen nichts zu suchen. Den Joghurt kannst du gut mit püriertem Fruchtmus aufpeppen oder mit gemahlenen Nüssen. Käse als Kalziumquelle kann in Stückchen als Snack oder gerieben über den Nudeln oder dem Auflauf angeboten werden. Hierfür eignen sich Parmesan und Bergkäse. 10 g Parmesan oder 15 g Bergkäse ersetzen 100 ml Milch.

Fleisch, Fisch und Eier beim Familienessen einführen

Bei Fleisch reichen zwei bis drei Mal pro Woche 50 bis 60 g. Dabei sollte beim Familienessen einführen auf mageres Fleisch aus kontrolliert biologischer Herstellung geachtet werden. Fisch einmal pro Woche etwa 50 – 70 g. Auch beim Fisch solltest du auf die Herkunft bzw. Haltung achten. Ein bis zwei Eier vervollständigen den Speiseplan und garantieren eine ausgewogene Ernährung beim Familienessen einführen. Mögliche Fleisch- und Fischsorten sind: Rind, Pute, Lamm sowie Seelachs, Kabeljau und Lachs.

Familienessen einführen mit wenig Fett

Grundsätzlich sollte nur wenig Fett auf dem Speiseplan stehen und mehrfach ungesättigte Fette beim Familienessen einführen verwendet werden. Ein Kind zwischen 1 und 3 Jahren sollte pro Tag 15 – 20 g „gute“ Fette zu sich nehmen. „Gute Fette“ sind u.a. kaltgepresstes und natives Olivenöl und Rapsöl. Denn Fette sind nicht nur schlecht. Z.B. enthält Butter Lecithin, das für die Hirnentwicklung benötigt wird. Wichtig zu wissen ist, dass wir Fette größtenteils in versteckter Form zu uns nehmen, in Form von Nüssen, beim Braten oder Kochen, in Salatsoßen. Diese Mengen müssen selbstverständlich abgezogen werden.

Familienessen einführen – leicht gemacht

Familienessen einführen ist nicht schwer. Du musst nur ein paar Grundregeln beachten und euren eigenen Rhythmus finden. Teilweise wird dieser ja auch schon von Kita oder Tagesmutter vorgegeben. Diesen gilt es dann natürlich so gut es geht beizubehalten, damit dein Kind ein Muster erkennt.

Rituale, Regeln und Rhythmus gibst nun du vor und dann könnt ihr euch gemeinsam, ganz in Ruhe und ohne Druck das Familienessen einführen. Zwei Bücher die ich dir für tolle, einfache und ausgewogenen Rezepte ehrlich ans Herz legen kann, sind  „Essensspaß für kleine Kinder“* und  „Das geniale Familien-Kochbuch“* beide von Edith Gätjen.

Ich hoffe, dass auch dir das Familienessen einführen Spaß macht und es eine Freunde für die ganze Familie wird. Hoffentlich helfen dir unsere Tipps und Infos beim Familienessen einführen und du kannst von unseren Erfahrungen profitieren.

PS: Wenn dir unsere Tipps und Informationen zum Familienessen einführen gefallen haben, lass uns gerne einen Kommentar da und folge uns doch bei Pinterest, Instagram und Facebook.

* So gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Wenn Du darüber bestellst oder buchst, kostet es für dich keinen Cent mehr. Wir bekommen aber eine kleine Provision und du kannst uns so unterstützen, ohne dass es dich etwas kostet.

0 Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dir auch gefallen

Hörbuch Geisterstunde Titelbild

Hörspiel Geisterstunde | Gruselgeschichten für unsere mutigen Schulkinder

Die Herbstzeit hat uns bereits mit Halloween empfangen!! Aber diesen Herbst wird einfach weitergegruselt! Das neue Hörbuch ‚GEISTERSTUNDE‘ mit vier Gruselgeschichten zum Fürchten für unsere Schulkinder kommt da genau recht – mit GEWINNSPIEL! Pünktlich zu gruseligen Herbstzeit – für die vielen nass-kalten Herbstnächte, die uns jetzt bevor stehen. Drei Exemplare gibt’s jetzt zu gewinnen!

#meettheblogger susamamma Titel

#MeetTheBlogger | Gastbeitrag Familienblog | Interview mit Susanna von Susamamma

Heute stellen wir dir auf unserem Familienblog die bezaubernde Susanna von SUSAMAMMA.DE vor. Eine herzensehrliche Mama, mit einem bezaubernden Lächeln, mit einem riesengroßen Herz, mit dem besonderen Blick für die wichtigen Augenblicke im Leben, die manchmal so gewöhnlich scheinen. Susanna ist Mutter eines Mädchens. Wir lieben ihren Stil und ihre Art. Mal trägt sie selbstbewusst ihr Herz auf der Zunge, mal ist sie verträumt und nachdenklich. Doch sie ist immer 100% ehrlich und authentisch und dabei so liebreizend, dass wir sie knutschen könnten. Doch alles weitere erzählt sie uns am besten selbst…

Über uns

#gedankenverloren

  • gedankenverloren 23 Titelbild

Beliebteste Beiträge

Folge uns auf Facebook

Folge uns auf Instagram

Quote of the week

"Ein Kind ist eine kleine Hand, die zurückführt in eine Welt, die man vergessen hat."

Unbekannt

Beitrag oder Thema suchen

Archiv

Archive

Beliebte Kategorien