Baby klammert im 6. Entwicklungssprung

Die Entwicklungssprünge nach Oje, ich wachse mit Leben gefüllt | Claras 6. Entwicklungssprung – Kategorien – um die 37. Woche

Als wäre der 6. Entwicklungssprung nicht schon Herausforderung genug, galt bei Clara „nach dem Zahn ist vor dem Zahn“. Denn bei Clara sprießten seit dem ersten unteren Schneidezahn mit knapp 5 Monaten die weiteren Zähne einfach nur so aus dem Kiefer. Und mit der Herbstzeit kam auch Claras erste Erkältung…und viele sollten folgen. Leider bis hin zum sehr, sehr beängstigenden Krupphusten – und das alles traf uns gebündelt während des 6. Entwicklungssprung.

Der 6. Entwicklungssprung – Was passiert generell bei Babys um die 37. Woche

Wenn das Baby gelernt hat, Kategorien wahrzunehmen und selbst zu schaffen, wird ihm im 6. Entwicklungssprung bewusst, dass es die Welt in Gruppen einteilen kann. Um dies zu können, muss es die Menschen, Tiere und Dinge erst einmal gut kennenlernen – und dafür muss es sie erleben. Es wird ihm bewusst, dass z.B. ein Tier bestimmte Anforderungen erfüllen muss, um zu einer Kategorie zu gehören. Um die Anforderungen zu erkennen und zu verstehen, braucht es Zeit, Erfahrung und Übung. So gehört also ein Hund immer zur Kategorie Hund, egal ob im Bilderbuch, als Stofftier oder im Park an der Leine. Ein Hund ist ein Hund. Wenn dein Baby diese Kategorien wahrnimmt und selbst erschaffen kann, denkt es fast so, wie ein Erwachsener. Diese Veränderung der Denkweise im 6. Entwicklungssprung nimmt es ganz schön mit und hat auch hier zur Folge, dass der Kopfumfang deines Babys wieder drastisch zunimmt.

Baby lernt Formen im 6. Entwicklungssprung

Clara hat auch im 6. Entwicklungssprung weiter fleißig mit ihrem Motorikwürfel und ihren Bauklötzen gespielt.

Claras 6. Entwicklungssprung ganz konkret: „Freud‘ und Leid um die 37. Woche“ – Kategorien

Clara hat früh angefangen Dinge auf Ihre Einzelteile und Zusammenhänge hin zu untersuchen. Ist etwas groß oder klein, rund oder eckig, hart oder weich? Sie hat auch vor dem 6. Entwicklungssprung schon ihre Bauklötze ganz vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger hochgenommen und dann von allen Seiten betrachtet, gedreht und gewendet. Oft hielt sie ihren Kopf dabei schräg oder bewegte ihn hin und her – sie merkte, dass die Bauklötze ihre Form und Größe behalten, auch wenn sie sich bewegt und ihren Blickwinkel ändert.

Wir haben fleißig zusammen Bauklotztürme gebaut. Und Clara hatte große Freude daran die Türme entweder kaputt zu machen und dann die einzelnen Bauklötze wieder einzusammeln oder ganz vorsichtig die einzelnen Bauklötze herunter zu nehmen. Sie legte mit Vorliebe einen nach dem anderen in ihre rote Kiste zurück und schüttelte sie immer wieder. Dabei quietschte sie ganz euphorisch und freute sich über das Scheppern.

Im 6. Entwicklungssprung hatte sie auch große Freude daran, mir die Bauklötze zu geben und dann gleich wieder weg zu nehmen. „Da“, „da“, „da“ sagte sie die ganze Zeit dabei – das war und ist ihr Lieblingswort.

Generell sind Türklinken, Wasserhähne, Türen im 6. Entwicklungssprung ganz faszinierend für Clara. Versteck- und Kuckuck Spiele sind auch im 6. Entwicklungssprung weiterhin sehr beliebt und Spiele vor dem Spiegel ebenso.

Claras neue Welt im 6. Entwicklungssprung – Zurück zum Baby sein | Anhänglichkeit² | schlecht essen und schlafen

Mit dem 6. Entwicklungssprung fing Clara an übertrieben anhänglich zu sein. Sie wollte ständig zu mir auf den Arm, krabbelte zu mir und zog sich an meinem Bein hoch. Ich konnte kaum einen Schritt ohne sie tun. Ich nahm sie überall hin mit, in die Küche, ins Bad, in die Ankleide… Wenn sie spielte, sah sie immer wieder zu mir hoch um sich zu vergewissern, dass ich noch da und in Reichweite war.

Baby entwickelt sich weiter und lernt stehen im 6. Entwicklungssprung

Im 6. Entwicklungssprung war Clara tagsüber oft sehr anhänglich und wollte auf den Arm.

Clara war auch übertrieben lieb. Sie wurde im 6. Entwicklungssprung nochmal richtig zum ‚Baby‘. Und ich muss ehrlich zugeben, ich habe es genossen, wie sie sich ganz fest an mich geschmiegt hat, wenn ich sie auf dem Arm hatte. Wie sie mich umschlungen hat, wenn ich sie hochnahm.

Ein Kampf war im 6. Entwicklungssprung auch weiterhin das Wickeln und Anziehen. Und ich hatte das Gefühl es wurde immer schlimmer.

Claras Essgewohnheiten im 6. Entwicklungssprung – Essen? Ich träume lieber…

Claras Essverhalten litt auch wieder unter dem 6. Entwicklungssprung. Sie aß schlechter, weniger, manchmal brauchte ich mehrere Anläufe um ihr eine Mahlzeit zu füttern. Ich hatte außerdem das Gefühl, sie träumte vor sich hin – noch mehr als sonst. Und auch wegen der neuen Zähne war das Essen mitunter eine Tortur – für uns alle. Ich habe ihr gegen das Zahnen z.B. kalte Apfelspalten angeboten, die sie selbst in der Hand halten und darauf herumknabbern konnte. Das hat auch teilweise ganz gut geklappt.

Claras Schlafgewohnheiten im 6. Entwicklungssprung – Ich mag nicht ins Bett gelegt werden…und die Erkältungen

Clara schlief auch wieder viel schlechter und vor allem wachte sie während des 6. Entwicklungssprungs nachts wieder öfter auf. Beim nächtlichen Stillen schlief sie dann wieder ein, aber sobald ich sie weglegen wollte, wachte sie auf und protestierte. Das Spiel mussten wir dann zwei bis dreimal spielen bis ich sie endgültig weglegen konnte.

Aber die erste Erkältung, die zum schlechten Schlafen noch dazu kam, war der absolute Horror. Clara hatte im 6. Entwicklungssprung leider Schnupfen und Husten und konnte dadurch insbesondere nachts nicht richtig atmen. Und wenn sie eingeschlafen war, wurde sie spätestens durch ihre Hustenanfälle wieder wach. Wir haben vieles versucht, aber nichts hat so recht geholfen. Leider… Es bleibt wirklich nur abzuwarten, bis der kleine Körper die Erkältung überwunden hat – während man mit Nasentropfen nachhelfen und viel frischer Luft die Abwehrkräfte unterstützen kann. Aber die erste Erkältung ist auch die schlimmste.

Baby krank im 6. Entwicklungssprung mit Krupphusten

Leider hat Clara im 6. Entwicklungssprung zusätzlich der Pseudo-Krupphusten erwischt, was für alle kein besonderer Spaß war.

Clara zumindest war danach noch häufiger krank, eigentlich den ganzen Winter. Aber ich hatte das Gefühl, dass sie nach der ersten Erkältung wusste, was sie jetzt erwartet und sie ruhiger wurde. Sie hat es geschafft durch den Mund zu atmen, wenn die Nase zu war. Sie nahm ohne zu Meckern die Nasentropfen, weil sie verstanden hatte, dass sie ihr helfen. Und sie ließ sich den Erkältungsbalsam auf die Brust schmieren. Somit waren die nächsten Erkältungen glücklicherweise weniger schlaflos als die erste – für alle.

Dramatisch und für mich die schlimmste Erfahrung bisher war Claras Krupphusten, den sie noch im 6. Entwicklungssprung bekam. Eine Erfahrung, die ich niemandem wünsche und bei der ich froh war, vorher schon einmal am Rande davon gehört zu haben.

Fazit zum 6. Entwicklungssprung

Der 6. Entwicklungssprung war vor allem durch die Kombination von Sprung, Erkältung, Zahnen und Krupphusten wirklich eine ziemlich anstrengende Zeit. Die kleine Maus tat uns so leid und wir haben uns wirklich Sorgen gemacht und uns teilweise echt hilflos gefühlt, wenn sie wieder von Hustenanfällen geschüttelt wurde. Clara war im 6. Entwicklungssprung zum Glück tagsüber total lieb, fröhlich und positiv, hat gelacht und man hat ihr die anstrengenden Nächte und den ganzen „Stress“ teilweise überhaupt nicht angemerkt. Zwischendurch hat sie uns dann einfach angelächelt als wäre nichts…und so ein Lächeln von ihr hat uns dann immer wieder Kraft und Zuversicht gegeben.

Denn auch die schlimmste Erkältung, der beängstigendste Krupphusten und der schwierigste Entwicklungssprung gehen irgendwann vorbei. Und danach wird alles wieder gut.

Ich drücke dir die Daumen, dass euer 6. Entwicklungssprung nicht so anstrengend wird und bin gespannt auf deine Erfahrungen und Schilderungen. Schreib uns gerne deine Erfahrungen in einen Kommentar.

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